Praktica CDV 1.0 Review

Kfz Kamera Practika CDV 1.0

Die Praktica CDV 1.0

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Die Kamera von Praktica sieht auf dem ersten Blick aus wie aus einem Kaugummi-Automaten. Das viele Plastik trägt dazu bei, dass die Dashcam ihre asiatische Herkunft nur schwer verbergen kann.

Nimmt man das Gerät aus der Verpackung und möchte sich mit den nötigen Einstellungen vertraut machen, so trifft man auf ein eher spärliches Menü. Die entsprechenden Einstellungen lassen sich nur nach dem Prinzip “Trial and error” vornehmen, denn die Bedienungsanleitung ist einem dabei nicht wirklich eine Hilfe. Entsprechend umständlich ist der gesamte Prozess.

Wer Einstellungen vornehmen möchte und mit einem leeren Akku konfrontiert wird, sollte die Kamera in aller Ruhe laden lassen. Bei Anschluss an den PC über Mini-USB wird die Kamera nämlich als Massenspeichergerät erkannt und der Nutzer kann dadurch keine Veränderungen vornehmen.

Wenn man sich schon mal im Menü befindet sollte man bei dieser Gelegenheit “Ausschalten nach 2 Minuten” aktivieren, da die Kamera sonst bis zum bitteren Ende läuft. Die Einrichtung und Nutzung ist zwar im Endeffekt relativ selbsterklärend, ein wenig mehr Unterstützung seitens des Herstellers wäre jedoch wünschenswert. Das Anschlusskabel hat die gewohnt großzügige Länge von ca. 3 Metern. Wer die Kamera also am vorderen Zigarettenanzünder anschließt, hat noch genug Kapazitäten um anstrengende Beifahrer zu fixieren.

Der Saugnapf der Kamera hält sehr fest. Bei der Recherche im Internet lassen sich jedoch auch Erfahrungsberichte finden, bei denen sich die Kamera von der Scheibe gelöst hat. Größtenteils ist der Saugnapf aber definitiv kein Kritikpunkt der Autokamera von Praktica. Die Halterung hingegen, muss definitiv kritikfähig sein. Sie wirkt viel zu groß geraten und erschwert dem Nutzer die dezente Befestigung der Kamera. Das Gerät an sich ist nämlich nicht sehr groß und damit wirkt die Halterung überproportional. Ein Punkt über den auch die solide Mechanik nicht hinwegtrösten kann.

 

Kfz Kamera Practika CDV 1.0

mit ausgeklapptem Display


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Grundsätzlich sitzt die Kamera straff und das Video wird auch bei schlechten Straßen nicht zu arg verwackelt. Der Bildschirm klappert jedoch leider und nimmt Bodenwellen stets persönlich. 

Die automatische Aufnahme bei Zündung funktioniert einwandfrei und wird durch einen Ton bei Beginn der Aufnahme angezeigt. Die wichtigste Information für eine Kamera dieser Preisklasse vorweg : Das Mikrofon funktioniert. Der aufgenommene Ton ist meist zu gebrauchen, neigt aber gelegentlich zu unschönem Rauschen.

Die Aufnahmen bei Nacht werden in ausreichender Qualität erledigt, aber auch bei der Praktica CDV 1.0 sind die eingebauten Infrarot-LED‘s, wie bei allen Kameras dieser Preisklasse, nicht zu gebrauchen. Dies liegt vor allem an der klassischen Befestigung einer Dashcam (hinter einer Scheibe = Spiegelungen) und zum anderen an der Qualität der Bauteile. Aufnahmen in Tiefgaragen und Tunneln wissen aber auch ohne deren Einsatz zu überzeugen und eigentlich wird alles im Scheinwerferlicht deutlich genug aufgezeichnet. Das Licht des Gegenverkehrs, kann aber wie direkte Sonneneinstrahlung auch, die Qualität der Aufnahme zum Unerträglichen hin verschlechtern.

Die Aufnahme mit 1440×720 erweist sich dabei als absolut ausreichend. Alles andere wird elektronisch zu stark transformiert und macht die Aufnahmen unverhältnismäßig groß. Dabei gilt für alle Einstellungen, die Aufnahmen sind weit von echtem HD entfernt. Dies liegt am durchschnittlichen Objektiv der Kamera und an der elektronischen Verarbeitung der Aufnahmen.

Der Straßenrand und die Kennzeichen geparkter Fahrzeuge sind deutlich zu erkennen, die Kennzeichen fahrender Fahrzeuge sind jedoch bis maximal 10 Meter lesbar. Man könnte also sagen, dass Kennzeichen eigentlich nur bei stehenden Fahrzeugen wirklich lesbar sind.

Die Aufzeichnung geschieht standesgemäß im Loop und die älteste Aufnahme wird dabei überschrieben. Dabei wird eine Speicherkarte bis 32 GB unterstützt. Wie bei allen Dashcams empfiehlt sich auch hier der Einsatz einer Klasse 10  SD-Karte. Der SD-Kartenslot ist übrigens nicht gut durchdacht und macht die Nutzung zu einer echten Fummelei.

 

Was soll man also von der Praktica halten? Der Preisklasse entsprechend befindet sich keine SD-Karte im Lieferumfang. Der Akku könnte definitiv eine Stärkung gebrauchen und der Fakt, dass die Kamera in nähe der Antenne den Radioempfang stören kann, ist auch nicht gerade positiv. Der eingebaute Bewegungssensor erfüllt mit seiner trägen Reaktionszeit eigentlich keinen Sinn, da der Übeltäter im Zweifelsfall evtl. nur halb abgebildet wird. Die passable Bildqualität ist für die Preisklasse zwar in Ordnung, aber weit von guter Qualität entfernt.

 

Wer ein Einsteigermodell sucht, oder keinen besonderen Wert auf die Qualität der Aufnahmen legt, ist mit der Praktica CDV 1.0 gut beraten, anspruchsvollere Autofahrer informieren sich am Besten über kostspieligere Modelle.

 
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